Die Breitachklamm im Allgäu

Ein Gletscher der letzten Eiszeit ließ die Breitach in den Fels hinen fressen. Auf mehrere Kilometer Länge entstand so eine schmale Klamm. Es gab zwar eine Brücke hinüber, aber die Klamm selbst galt lange Zeit nicht als betretbar. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts initiierte ein örtlicher Pfarrer ein Projekt und konnte erfolgreich einen Weg in die Felsen schlagen lassen.

Der Eingang der Klamm flussaufwärts

Heute ist das schmalste Stück kostenpflichtig begehbar. Ein etwas breiterer Teil flußaufwärts ist kostenfrei begehbar. Die Wanderung hindurch lässt sich gut mit einer Wanderung durch die Umgebung verbinden. Die klamm selbst als auch die näheren Umgehungswege sind aber ein wahrer Touristenmagnet.

Der Ausgang flussaabwärts. Hier starten die meisten Touristen. Nach Feierabend ist es schön leer hier.

Ich bin an der Walserschanz gestartet, hier gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz. Frühmorgens war es hier noch relativ leer, füllte sich nach mir aber sehr schnell, wie ich immer wieder an meinen Fotografie-Pausen merkte. Am Beginn des kostenpflichtigen Teils brach ich die Tour dann auch ab.

Die Klamm von oben. Hier könnte man fast von einer Seite zur anderen springen.

Mich mit Menschenmassen da durch zu schieben ist nicht wirklich mein Ding. Außerdem waren so keine vernünftigen Fotos mehr möglich. Dass ich ziemlich groß bin, bereitete auch Schwierigkeiten – an diversen Felsüberhängen musste ich mich deutlich bücken und brauchte so mehr Platz und Zeit zum passieren der Engstellen. Dafür hatte so manch anderer Besucher auch kein Verständnis.

In der Klamm, aber oberhalb des kostenpflichtigen Teils

Also kletterte ich die Felsstufen am eigentlichen Eingang wieder nach oben, überquerte oben die Klamm und setzte meine Wanderung auf der anderen Seite der Klamm fort. Und zwar flussaufwärts, hier war es deutlich leerer.

Noch einmal ein Blick von oben

Nach einem Mittagsimbiss an der Alpe hinter der Enge ging es weiter über den Sesselweg an der Müllers Alpe Hinterenge II vorbei zurück zur Breitach. Hier ist die Breitach ein Gebirgsfluss mit breiten steinigen Randzonen.

Die Breitach oberhalb der Klamm

Diese Randzonen wurden fleißig von „Turmbauern“ benutzt. Die Steintürme standen teilweise großflächig und so eng, dass ein durchqueren für Fotos durchaus schwierig war. Der eigentliche Weg läuft aber am Fluss entlang zum oberen Eingang der Klamm.

Ein kleiner Teil der vielen Steintürme

Von hier ging es für mich wieder zur Walserschanz und von dort hinauf zum Parkplatz. Hier verläuft übrigens auch die Grenze zu Österreich. Dank EU ist dies aber nur an einigen Hinweisschildern zu erkennen.

Staatsgrenze zwischen Österreich und Deutschland

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