Burgruine Scharfenberg

Manchmal nutze ich Google Earth, um mir unbekannte Gegenden zu erkunden. (Komoot ist übrigens auch sehr gut geeignet). Ein fast einzeln stehender bewaldeter Berg mit einem hinauf reichendem Weg weckte meine Aufmerksamkeit. Und richtig, ob drauf scheint eine Burgruine zu stehen. Erstaunlicherweise gibt es kaum Informationen, keinen Parkplatz, nicht mal einen richtigen google Maps-Eintrag. Mein Interesse war geweckt.

Der Eingang der Burg

Geparkt habe ich der Einfachheit halber unten am Straßenrand einer kleinen Verbindungsstraße zwischen Donzdorf und dessen Ortsteil Kuchalb. Im Gegensatz zu den Erwartungen ist die Ruine noch relativ gut erhalten. Aber sie ist vor allem gut gesichert und wird offensichtlich gepflegt. Kunstwerke und Blumen schmücken den Weg als auch die Fensternischen.

Blick von oben auf die Ruine

Die Burg ist nicht gerade groß, besteht aus zwei zerfallenen Häusern und einem wieder aufgebauten Wohnturm, in dem sich eine Ferienwohnung befinden soll. Wie man diese mieten kann, ist für mich nicht ersichtlich. Das wäre bestimmt sehr spannend. Ein Teil sieht auch aus wie als Lagerraum ausgebaut, ich habe den Eindruck, dass hier Veranstaltungen statt finden soll(t)en.

Von einem Teil steht nur noch eine Außenwand

Im kleineren zerfallenen Teil ist ein Grillplatz aufgebaut, im anderen reicht eine Holztreppe bis in den 2. Stock. Die Aussicht ist genial – wenn man sich denn für Baumkronen einheimischer Bäume interessiert. Die erwartete Weitsicht ist einem durch eben diese verwehrt. Deshalb ist die Ruine von außerhalb auch fast nicht zu sehen.

Verschiedene Kunstobjekte verzieren die Ruine

Zur Geschichte ist nur wenig bekannt. Wikipedia verrät, dass die Burg 1156 gebaut wurde und nach mehreren – auch gewaltsamen – Eigentümerwechseln im 15. und 16. Jh. als Schloss umgebaut wurde. Nach dem Bau des Donzdorfer Schlosses wurde dieses von einem Vogt und Dienstpersonal genutzt. Seit 1825 steht das Gebäude leer. Es soll sich in Privateigentum befinden und wurde von 1978-1983 saniert.

Alte Zeichnungen oder Grafiken, wie die Burg früher ausgesehen hat, gibt es keine.

Treppe zum „Aussichtspunkt“ ins Grüne

Offensichtlich wird die Burg gelegentlich als Zwischenziel von Wanderern und Radfahrern besucht. Warum sie nicht als Sehenswürdigkeit beworben und genutzt wird, bleibt mir ein Rätsel.

2 Kommentare

    1. Hallo Bernhard,

      auch das erste Bild ist mit einer Drohne gemacht, ebenso wie die Übersicht von oben und die Treppe von oben. Das Teil erlaubt eben doch das Fotografieren aus anderen Perspektiven.

      LG Tiuri

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