Wieder weiter nach Norden – Nationalpark Manuel Antonio

Heute geht es wieder in Richtung Norden. Als Ziel habe ich mir den Nationalpark Manuel Antonio ausgesucht. Dieser liegt als primärer (= echter, noch originaler) Urwald direkt am Pazifik. Die Strände sollen die schönsten Costa Ricas sein. Die Preise sind hier allerdings dementsprechend, ich habe mir eine Hotelanlage etwas außerhalb gesucht.

Vorher geht es aber natürlich noch mal an den Strand zum Sonnenaufgang fotografieren. Ein paar Wolken verdecken die direkte Sicht auf die Sonne, machen die Bilder aber auch nicht uninteressant.

Den Himmel dominieren heute die Geier. Am Strand haben fallen sie über einen Fisch her. Wahrscheinlich wurde dieser von einem anderen Vogel fallen gelassen – 20 Minuten vorher war da noch nichts.

Kurz vor meinem Abschied lassen sich noch ein paar Totenkopfaffen im Garten blicken. Damit habe ich dieses Mal alle vier Affenarten gesehen – wenn auch die Fotos eher wieder nicht so berauschend sind.

Mein Auto habe ich unter der hier üblichen Staubschicht, mittlerweile eher Sandschicht wieder gefunden – Waschen lohnt hier nicht. Unterwegs bin ich noch einigen Rindern begegnet: Nur Weidefläche, kein Stall, nur Wiesenfutter. Hörner noch dran und die Lämmer bei den Müttern – gilt das schon als Bio? Dass die Rinder von zwei Cowboys angetrieben werden, vervollständigt das Bild hier. Die beiden Cowboys bedanken sich, dass ich einfach am Straßenrand stehen geblieben bin und nicht wild hupend gedrängelt habe. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen Costa Ricas geht es hier viel gemächlicher und freundlicher zu. So weit weg von der Zivilisation sind die Menschen auf gegenseitige Hilfe angewiesen. Der Umgang miteinander ist hier daher anders, das merkt man deutlich. Wobei das in den anderen Regionen ja auch schon viel netter und umgänglicher ist als das, was wir in Deutschland voneinander gewohnt sind. Außer beim Autofahren, hier wird sonst noch egoistischer und aggressiver gefahren.

Den Abend lasse ich es mir im Hotel gut gehen. Endlich wieder halbwegs vernünftiges Internet. Zeit, die Bilder der letzten Tage zu sortieren und einige E-Mails zu schreiben.

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